Nr. 145 „Verspekuliert“

Personen: 3 He, 2 Da

Die Liesl, das arme liebe Luder, will den Flori und der Flori will sie – nicht, obwohl er einmal so getan hat, als ob. Die er möchte, das ist die Klara, die nicht lustige aber geldige Witwe, die seinem verschuldeten Anwesen wieder auf die Höh helfen soll. Die Klara selber, genau so schlau wie der Flori, will – just den Flori aus dem gleichen Grund. Es geht also bei den beiden ums Geld, gar nicht um die Lieb. Wie das Techtlmechtl grad schön im Werden ist, meldet sich zu allem Überfluß auch noch der australische Millionenvetter der Klara an, um – wie die Klata meint – ihr einen Haufen Geld zu bringen. Das Geldschrankherz der Klara wackelt vor Freude über soviel Profit. Aber da geht`s auch schon los! Der Vetter stirbt auf dem Schiff und der Sohn, der bei der Klara vorspricht, nimmt ihr alle Hoffnung auf Millionen. Als sich die Exmillionärin darüber mit ihrem Flori, will sagen mit seinem Geld, darüber hinweg trösten will, kommt es auf, daß der – auch nichts hat. Aber was das Schönste ist: Die Liesl, das zwar arme aber liebe Geschöpf, macht eine geldschwere Partie, ohne auch nur daran zu denken: den Seinen gibt`s der Herr im Schlafe.

 

Nr. 66 „Der Schuldige“

Personen: 4 He, 3 Da

Eine schwere Schuld aus vergangenen Jahren, die das Lebensglück eine Menschen zerstörte, lastet auf dem alten Eichenbauer und raubt ihm Gesundheit und Freude. Erst als er aus dem Munde dieses Menschen, an dem er sich so schwer vergangen hat, Vergebung erfährt, kann er ruhig seine Augen für immer schließen.